Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Slotcarforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 20. Juli 2011, 15:17

Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

Fragen über Fragen - 1:24

Damit ich nicht immer die selben Leute mit meinen unzähligen Fragen quäle probiere ich es einmal hier über das Forum. Und vielleicht ist ja sogar manche Frage und Antwort auch für Andere interessant zu wissen. Vielleicht nehmen sich ja die älteren Sloter ein wenig die Zeit und können mir (uns) darauf eine Antwort geben.

Zum Beispiel stolpere ich immer wieder einmal über das Thema "Kühlung eines Motors". Sei es in Form von Alukühlrippen oder einer Wärmeleitpaste. Kann mir wer seine Erfahrungen darüber mitteilen ? Natürlich auch wie sie (Wärmeleitpaste) anzuwenden ist. Welches Fabrikat soll verwendet werden ? Warum haben manche Chassis einen Motorausschnitt (Motor liegt tiefer, Schwerpunkt senkt sich) - andererseits ist bei vielen Eigenbauchassis zu beobachten, dass auf diesen Motorausschnitt verzichtet wird (damit der Motor auf der Chassisplatte aufliegt und sich die Wärme verteilen kann).

Aber auch Teflon kommt mir immer öfters unter. Sei es als "Teflonöl" zum schmieren (Lager, Motorwelle) oder auch als "Teflonleitkiel" (soll eine geringere Reibung haben).

Und wenn wir schon beim Leitkiel sind - bisher habe ich immer einen genommen der gerade zur Hand war. Erst wie ich nachgemessen habe und unterschiedliche Leitkielhöhen bzw. Unterschiede in der Dicke festgestellt haben bin ich zum nachdenken gekommen. Kann ich hier einfach annehmen, je niedriger und schmäler ein leitkiel ist desto weniger Reibung entsteht - allerdings spurt er leichter aus ?

Metall oder Plastik ? Wie sieht es bei den Ritzeln aus. Ich zumindest habe festgestellt, dass Plastikritzel um eine Nuance schneller sind als Metallritzel. Zumindest schaffe ich damit schnellere Rundenzeiten. Wenn das wirklich so ist - wo liegt der Vorteil von Metallritzeln ? (Die längere Haltbarkeit wird es ja wohl doch nicht sein - oder ?)

Verkabelung - ist der Querschnitt wichtig ? Gerade bei den Stromkabeln gibt es enorme Unterschiede. Von den ganz dünnen (die meistens beim Motorkauf dabei sind und sich wunderbar leicht verlegen lassen) bis zu den silikonummantelten Varianten. Diese sind meistens vom Querschnitt wesentlich größer, relativ unflexibel und schwerer. Aber sie müssen ja einen Vorteil haben - welcher ist das ?

Danke schon Mal für eure Antworten - LG - Martin

2

Mittwoch, 20. Juli 2011, 19:30

hallo

motorkühlung schon sehr wichtig.
bei zunehmender wärme des motors ist der leistungsverlust ( zu langer übersetztung ) schon zu spühren.
da bringt der kühlkörber schon was, und die wärmeleitpasta kommt zwischen motor und kühlkörber, die wärmeleitpasta überträgt dann besser die wärme vom motor zum kühlkörber.

teflon sehr hitzebeständig und gute schmiereigenschaften.

das messing wird schon länger halten wie ein plastikritzel.
aber alles was schwerer ist muss sich der motor anstrengen.
wie bei einem auto oder motorad mit einem leichten schwungrad oder der gleichen, besseres beschleunigen aber bei bergauffahren fehlt die masse und man muss früher runterschalten.

bei der verkabelung mit dem querschnitt ist auch sicher wichtig.
gerade bei gleichstrom ist der verlust recht hoch.
wehre mal ein versuch wert die originalen kabeln gegen ein stärkeres kabel am motor wie sich das zeitmässig auswirkt.( die profis werden das schon wissen )

leitkiel fahre ich auch was ich gerade so habe, verwende meistens die slik 7, haben wir auf der bahn.

aber die anderen wissen sicher mehr wie ich.
bin schon gespannt was die profis so schreiben.
lg
christian

3

Donnerstag, 21. Juli 2011, 06:17

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

ich begrüße solche threads (auch weil mir selbst viel von anderen geholfen wurde) deshalb:

- ad kühlung: ich verwende selbstklebende folien (alu oder kupfer), von nicht ausgefrästen motorbereichen halte ich in punkto kühlung nicht so viel - das hat aber wohl auch noch andere (entscheidende?) nebeneffekte.

- teflonleitkiele hab ich noch nicht getestet. verwende den graphit-leitkiel von den tullnern oder in dürnkrut manchmal auch den roten

- zum kabelquerschnitt kann ich nix sagen. ohne es aber elektrotechnisch belegen zu können glaube ich nicht, dass ein besonders dickes kabel ein vorteil wäre. achtung auf leichtgängigkeit des leitkiels (das ist wohl entscheidender).

- ad ritzel: plastik hab ich bei 1:24ern noch nie probiert. und laut einhelliger meinung ist das wohl auch höchst riskant - und zwar wegen der gefahr des durchrutschens wenns sich erhitzt. evtl. für bison rennen eine option, aber slp oder gar längeres würde ich damit nicht riskieren. (kann aber nicht ausschließen, dass es da mittlerweile brauchbares gibt)

Beiträge: 877

Wohnort: Gallizien

Beruf: Technischer Angestellter

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 21. Juli 2011, 08:26

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

Hallo Zusammen!

Motortemperatur spielt sicher eine bedeutende Rolle. Aus Erfahrung kann ich Euch sagen, dass eine um einen Zahn an der Hinterachse längere Übersetzung weniger ausmacht, als ein Fahrstil mit voller Bremse. Ich habe es am Motorprüfstand festgestellt, dass ein Motor durch Bremsen wesentlich wärmer wird als durch Beschleunigen, da beim Bremsen der Motor kurz geschlossen wird.
Verwende selbst weder Folien noch Pasten oder ähnliches; Beim 24h Rennen in Dürnkrut reichte die Kontaktfläche des Motorhalters völlig aus.

Zu den Leitkielen ist zu sagen, dass es auch wieder auf den Fahrer selbst ankommt. Habe mit Max Kugler und Alex Sattler in Tulln verschieden Leitkiele getestet. Es kam heraus, das Max mit dem einen Leitkiel schneller war und Alex und ich mit dem anderen bzw. umgekehrt. Das muss jeder für sich herausfinden welcher Leitkiel zu einem passt.
Zur Höhe des Leitkieles sei angemerkt, dass die Stärke des Leitkieles und der Stromabnehmer zusammen nicht tiefer sind als die Unterseite des Chassis. In manchen Fällen ist es sogar besser um 0,5mm höher zu sein. Es ist dabei auch darauf zu achten; Wie ist die Höhe der Litze auf der Bahn?

Zu den Kunststoff-Motorritzeln sei soviel gesagt, dass es sich in absehbarer Zeit von der Motorwelle lösen wird. Alu-Ritzel halten zwar auf der Motorwelle, sind aber auf der Laufverzahnung nach drei bis vier Stunden Schrott. Da bleibt nur Messing als Alternative, selbst wenn sie von der Rundenzeit 3/100sec. langsamer sind. Wenn sich ein Ritzel von der Welle löst oder sonst den Geist aufgibt, verliert man mehr als 3/100sec..

Grüsse Slotengineer Andi Tögel

valhalla

Fortgeschrittener

Beiträge: 236

Wohnort: Wolfpassing

Beruf: Elektrotechniker

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 21. Juli 2011, 09:28

Hallo Leute!

zum Thema Motorkühlung gibt es sicher verschiedenste Meinungen. Es kommt immer auf das Rennen an, bei einem Sprintrennen, kommt dem ganzen sicher weit weniger Bedeutung zu, als bei einem Langstreckenrennen - eh klar. Bei Chassis ohne Motorausschnitt verwende ich Wärmeleitpaste zwischen Motor und Chassisgrundplatte. Nicht nur um eine bessere Wärmeabfuhr zu ermöglichen, auch um die Motorschwingungen zu dämpfen ... das Auto fährt sich angenehmer. Als Pasta verwende ich solche wie ich sie für meine CPU's im PC verwende.

Bei den Leitkielen hat Andi schon das wesentliche gesagt, einfach mal probieren mit welchem man am besten zurecht kommt, und auf die Höhe achten. Wenn er zu tief ist, hat das zu viel Widerstand (mechanisch) weils aufliegt, wenn zu hoch, kann es sein das die Stromabnahme Probleme macht.

Ritzeln sind auch so was wo man einfach probieren sollte. Man kann nicht generell sagen Plastik ist besser als Metal, oder umgekehrt. Und auch hier ist es eine Frage der Renndistanz und des verwendeten Motors. Für Fox-Motore ist ein Plastik ausreichend, bei Bison sollte es Messing sein. Und auch die verschiedenen Hersteller spielen da eine Rolle, da kann es schon mal gewaltige Zeitunterschiede (3/10 pro Runde) geben.

Bei den Motorkabeln sollte man auf die Leichtgängigkeit achten, ohne dabei den Querschnitt zu klein zu bemessen. Wobei schlechte Lötstellen mehr Übergangswiderstand haben können, als einem lieb ist, und man so einen schlechten Motor zu haben glaubt.

Grundsätzlich ist zu allen diesen Themen zu sagen, das man vieles testen muß, um für sich und die jeweilige Bahn die ideale Zusammenstellung zu finden. Patentrezept gibt es keines, nur Grundlegende Dinge die man beachten sollte.

lg
Alex
in der Ruhe liegt die Kraft

6

Donnerstag, 21. Juli 2011, 10:29

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

Herzlichen Dank einmal für eure raschen und ausführlichen Antworten. Als erstes Resümee darf ich mal festhalten:

LEITKIEL: Hier kommt es also auf seine persönlichen Vorlieben an. Ausgehend von der Höhe oder Stärke eines Leitkiels kann nicht auf die Performance geschlossen werden. Archie, du schreibst von den Graphit Leitkielen der Tullner. Sind das von den Tullnern selbst gebaute und auf ihre Bahn speziell abgestimmte ? Vielleicht kannst du sie mir das nächste Mal zeigen, ebenso wie deine Motorkühlung mit Folien.

MOTORKÜHLUNG: Wärmerer Motor bedeutet Leistungsverlust - das nehme ich jetzt einmal als Tatsache an. Um diesen so gering als möglich zu halten hat jeder ein anderes Rezept. Angefangen von der Wärmeleitpaste über selbstklebende Folien bis hin zur Reglereinstellung (wenig Bremswirkung). Besonders interessant erscheint mir hier Andis Hinweis mit dem sich stärker erwärmenden Motor bei voller Bremsleistung. So gesehen kann ich davon wohl ableiten - habe ich im Rennen mit einer stark nachlassenden Motorleistung zu kämpfen kann ich durch das öffnen der Bremse den Motor wieder abkühlen. Das werde ich am Freitag beim Classic Rennen in Dürnkrut gleich einmal ausprobieren. Auch den Hinweis von Alex, bei Chassisplatten ohne Motorausschnitt Wärmeleitpaste (auch zur Dämpfung der Schwingungen) einzusetzen, werde ich natürlich sofort ausprobieren.

KABELQUERSCHNITT: Hier ist man sich also noch nicht einig. Hier gehen die Vermutungen von "größerer Querschnitt hat aufgrund des Verlustes bei Gleichstrom seine Berechtigung" bis zu "nicht entscheidend - wichtiger ist die Leichtgängigkeit des Leitkiels". Hat hier jemand schon einmal herum experimentiert und könnte seine Erfahrungen schreiben ? Ist z.B. ein Mix verschiedener Querschnitte (vom Motor weg dicke Silikonkabel, zum Leitkiel hin dünne Kabel) sinnvoll ? Welche Querschnitte stellen das Minimum dar (bei Bison bzw. Fox Motoren)? Und dann schnappe ich noch den Hinweis von Alex auf - eine schlechte Lötstelle kann mehr Übergangswiderstand haben. Was ist eine "GUTE" und was eine "SCHLECHTE" Lötstelle ? Welche Anlötclips sind zu empfehlen (Kupfer, Zinn, etc.) ?

RITZEL: Also doch die Haltbarkeit - zumindest bei den Bisonmotoren bzw. bei Langstreckenrennen. Nachdem ich vorige Woche all meine Motoren auf der Bahn ausgetestet habe, kann ich beim Fox Motor mit Plastikritzel von 1 Zehntel Zeitgewinn berichten. Sowohl bei der absoluten Bestzeit als auch auf konstante Rundenzeiten (15 Runden). Ich habe es bei 3 Motoren, jeweils mit den selben Ritzeln probiert - und immer das gleiche Ergebnis bekommen. Aber sicherlich würde ich nach all euren Empfehlungen jetzt auch nur noch bei einem Sprintrennen auf Plastik zurück greifen.

TEFLON: Hier tappe ich noch ein wenig im Dunkeln. Steirer schreibt von guten Schmiereigenschaften und Hitzebeständigkeit. Aber hat jemand von Euch damit Erfahrung machen können.

Vielleicht noch einmal zurückkommend zum Thema Kabelquerschnitt von davon ableitend - die SCHLEIFER. Kuper- oder Silberschleifer, supersoft oder doch härtere ? Wo liegen bei einer Holzbahn hier die Vor- und Nachteile ? Vor allem auch in Bezug auf die Leitfähigkeit des Stroms.

Und dann hätte ich auch noch Fragen zur Hinterachsfederung. Im Gegensatz zu manch Prototypen bekannter Hersteller bzw. Eigenbauten funktioniert die von meinem Slotline überhaupt nicht - anfangs habe ich sie laut Herstellerbeschreibung zusammen gebaut - und hatte damit in Dürnkrut ein unfahrbares Auto. Umso härtere Federn ich verwendete, umso schneller und ruhiger lief das Auto. Als ich die Federung schlußendlich stilllegte war es dann geschafft - absolut gutmütig zu fahren und die Rundenzeiten wurden immer schneller. Hier nun die Frage an die Experten - womit hängt das zusammen. Eignet sich die Bahn in Dürnkrut nicht dafür oder liegt es wirklich an der Konstruktion der Slotline Aufhängung mit 3 Befestigungspunkten ? Anders gefragt - auf welcher Art von Bahn (Layout und Gripzustand) kommen die Vorzüge einer Hinterachsfederung am besten zur Geltung ?


SG - Martin

Sloterix

Administrator

Beiträge: 2 628

Wohnort: Hinterbrühl

Beruf: freiberuflicher Pensionist

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 21. Juli 2011, 10:51

ad Hinterachsfederung

Hallo Martin

Wie immer begeistert es mich, wie Du die Sachen angehst !

Zum Thema Hinterachsfederung:
Auf einer ziemlich glatten/ebenen Holzbahn wird die Hinterachsfederung kaum etwas bringen, da es ja nur Federn sind und keine Stoßdämpfung, wie beim 1:1 Auto.

Dazu eine kleine Geschichte: Auf der Heimfahrt von Griechenland mit der Enduro ist mir das hintere Zentralfederbein eingegangen und ich hatte absolut keine Dämpfung mehr. Beim "plötzlichen" Beschleunigen hatte ich keinen Vortrieb mehr, das Hinterrad ist nur mehr auf und ab gesprungen. Die Heimfahrt war ziemlich anstregend, aber das ist eine andere Geschichte...

Was ich damit erklären will ist: Die Unfahrbarkeit Deines Autos mit Federung wird den selben Grund gehabt haben, die Hinterachse wird "gesprungen" sein wie ein wilder Gasbock.

Ich habe zu Hause (Plastik CA-Schiene) bei meinen 1:32er Fly Ferraris die Federung auch ausgebaut und siehe da, Thomas und ich fuhren wesentlich bessere Rundenzeiten mit viel weniger Anstrengung.
Ich komme also immer mehr zu dem Entschluß die Federung bei den NSR Mosler & MK4 auch auszubauen.

Wie denkt Ihr darüber ? (auch 1:32er bitte melden! )

Danke Dir
Peter
Seit 26.10.15 Holz-Furchen-Fahrer!
Slot Angels Truck Meister 2014

Beiträge: 877

Wohnort: Gallizien

Beruf: Technischer Angestellter

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 21. Juli 2011, 11:01

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

@ Jägermeister!

Habe bei meinem vorigen Beitrag vergessen auf die Kabel einzugehen. Vom Querschnitt sind beim Scaleracing so wie wir es betreiben 0,25mm2 Silikonmessleitungen völlig ausreichend. Mehr Querschnitt benötigt man nur bei extremen Motoren welche 10A und mehr saugen (Flexi).

Thema Hinterachsfederung: In Dürnkrut ist die METRIS-Hinterachsfederung ein Vorteil. Man konnte auch feststellen, dass beim 24h Rennen das Sieger-Team eine Hinterachsfederung einsetzte, welche dem FHOLA-Prinzip nachempfunden ist oder sogar von ihm ist. Anscheinend ist die SLOTLINE-Hinterachsfederung für Dürnkrut nicht geeignet. Ich musste auch schon feststellen, dass die METRIS-Hinterachsfederung in z. B.Tulln nicht funktioniert. Das ist sicher von der Bahnbeschaffenheit und dem Strecken-Layout abhängig.
Probier das SLOTLINE ganz einfach mal wo anders.

Zu Deiner Idee, die Bremse aufzumachen wenn der Motor wärmer ist, kann ich nur folgendes sagen; Funktioniert sicher, Du musst nur innerhalb des Rennens damit klarkommen Deinen Fahrstil um zu stellen. Das ist sicher ein grösseres Problem wie mit einem zu warmen Motor zu fahren.

Grüsse Slotengineer Andi Tögel

9

Donnerstag, 21. Juli 2011, 12:10

RE: ad Hinterachsfederung

Hallo Peter !

Danke für das Lob - ob das wohl meine Antriebsfeder dafür ist ? *G*

Ich kann mich nur allzu gut an meine Anfangszeiten erinnern - als Anfänger, noch dazu bastlerisch ziemlich talentfrei, ist es einfach schwer sich die Sachen rund um das Slotracen selber anzueignen. Du bekommst zwar immer gewisse Schlagworte mit, aber was es damit auch wirklich auf sich hat - das bleibt meistens auf der Strecke.

Mein wunderbares Beispiel ist das Thema "Moosgummireifen" - da hatte ich endlich einmal 2 perfekte Garnituren davon und die Autos fuhren in Dürnkrut unglaublich damit. Danach besuchte ich eine andere Holzbahn, die allerdings mit Glue behandelt wurde. Auch da waren meine Reifen noch perfekt. Aber als ich danach die selben Reifen wieder in Dürnkrut verwenden wollte ging nichts mehr. Ich fand einfach keine Erklärung und war verzweifelt. Bis mich jemand nebenbei fragte, mich welchem Mittel ich meine Reifen wasche. Reifen waschen ? Nie gehört - was soll das sein ? Und dann bekam ich die Erklärung, das man Moosgummireifen mit ein wenig z.B. Geschirrspülmittel unter lauwarmen Wasser auswaschen und ordentlich trocknen lassen soll. Gesagt - getan…….und das Ergebnis war verblüffend……die Reifen hatten wieder optimalen Grip.

Es sind also oft die kleinen Sachen, die einem oft Freude und Lust - aber auch Frust - an seinem Hobby aufkommen lassen. Und schlußendlich freuen wir uns doch alle, wenn wir an unseren Klubabenden viele Gleichgesinnte antreffen. Und um Neulingen den Weg dorthin ein wenig zu erleichtern und sie nicht dumm sterben zu lassen dachte ich einfach - stelle deine Fragen öffentlich im Forum. So können sie von allen Interessierten nachgelesen werden und ein eventuell erster Schritt in einen Slotverein fällt dann auch leichter.

Natürlich könnte ich auch all diese Fragen anderswertig abklären - in persönlichen Gesprächen mit Dieter, Andi, Roland, Alex, Mac, usw. (Danke !) Aber auf diese Art und Weise haben einfach viel mehr etwas davon.

Und glaube mir - ich habe noch viele Fragen. Reifen (Montage, Pflege der Reifen, Putzmittel, "in Petroleum einlegen",……); Motorreinigung; Gewichtsverteilung; Aufkleben von Karosserien; uvm.


Vielleicht wird dieser Beitrag etwas ähnliches wie ein Nachschlagewerk für die Technik von Slotcars - wo Neuling und Profi gerne hinein schauen. Schau`n wir mal…….

LG - Martin

max

Schüler

Beiträge: 96

Wohnort: Niederösterreich

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 21. Juli 2011, 19:19

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

Hallo Martin,

Der "Graphit Leitkiel der Tullner" ist kein Eigenbau, sondern vom Hersteller CAHOZA.
Durch jede Menge Versuche vor allen von Joe, hat sich dieser Leitkiel auf unserer Bahn als sehr gut herausgestellt.(... unser damaliges Resumee: mit diesem Leitkiel erzielt man die besten Kurvengeschwindigkeiten und das ist entscheident!)

p.s. funktioniert leider nicht mehr wenn bei einer Bahn der Schlitz um 1mm schmäler ist :knock:

lg
Max

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »max« (21. Juli 2011, 19:25)


11

Donnerstag, 21. Juli 2011, 21:19

hallo

eine frage hätte ich noch zu denn super fragen.
voodoo wo tut man das genau hin, auf die schleifer ist schon klar einwirken lassen.
habe auch gelesen das man das auch irgend wo am motor verwenden kann aber wo genau, lager, kollektor direkt ???

ich denke das wahren jetzt alle fragen, die glaube ich für einen anfänger sehr wichtig sind das man einen guten start in der slotgemeinde hat.

TEFLON: ich habe zwei sorten vom teflon zuhause eines wie ein pulver zum aufsprühen und eines ist wie ein staucherfett aber noch nie im slotbereich verwendet, ist sehr schwer zum entfernen wenn man mal daneben schmiert.

12

Freitag, 22. Juli 2011, 08:01

hallo steirer,

voodoo: wird meiner meinung nach ein bisserl überschätzt, aus einer krücke wirst mit voodoo kein siegerauto machen. direkt vor dem qualifying auf die schleifer, ohne einwirken. bringt im quali schon was (in tulln ca. 1-2/10), aber nach ein paar runden is der zauber vorbei. kann bei manchen schleifern im rennen nachteile bringen weil die schleifer "verbrennen". auch bei diesem thema gilt: selbst ausprobieren!

voodoo in den motor "schütten" hab ich auch schon gehört. naja...keine ahnung was das bringen soll, vielleicht kann uns hier jemand auskunft geben der das schon probiert hat.

lg michi
energie folgt der aufmerksamkeit!

13

Freitag, 22. Juli 2011, 09:08

hallo

habe das mit dem voodoo auch in tulln gesehen, habe dann am freitag mit öl oder feuerzeugbenzin auch versucht auf den schleifer zu geben, hat auch die gleiche wirkung.
bin gespannt wie das mit dem voodoo anders ist werden es heute abend wissen auf der slotti bahn.

max

Schüler

Beiträge: 96

Wohnort: Niederösterreich

  • Nachricht senden

14

Freitag, 22. Juli 2011, 09:41

Voodoo ist ein "Kontaktmittel", damit wird der Übergangswiderstand zwischen Schleifer und Leiterbahn reduziert! Aber wie Michi oben beschrieben hat, eben nur kurze Zeit, dann ist der "Zauber" vorbei!

Das ganze kannst Du natürlich auch auf den Kollektor und den Bürsten bewirken. Aber aus eigener Erfahrung kann ich nur davon abraten. Habe das ganze mal bei Fox2 Motoren probiert, mit dem Erfolg das nach dem "Zauber" der Kollektor stärker verschmutzt ist und somit der Motor noch schlechter ist!
lg
Max

valhalla

Fortgeschrittener

Beiträge: 236

Wohnort: Wolfpassing

Beruf: Elektrotechniker

  • Nachricht senden

15

Freitag, 22. Juli 2011, 21:37

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

Zitat

Original von jägermeister32
KABELQUERSCHNITT:Ist z.B. ein Mix verschiedener Querschnitte (vom Motor weg dicke Silikonkabel, zum Leitkiel hin dünne Kabel) sinnvoll ? Welche Querschnitte stellen das Minimum dar (bei Bison bzw. Fox Motoren)? Und dann schnappe ich noch den Hinweis von Alex auf - eine schlechte Lötstelle kann mehr Übergangswiderstand haben. Was ist eine "GUTE" und was eine "SCHLECHTE" Lötstelle ? Welche Anlötclips sind zu empfehlen (Kupfer, Zinn, etc.) ?
SG - Martin


Hallo Martin!

Unterschiedliche Kabelquerschnitte sind Blödsinn, da hier immer das dünnste den elektr. Widerstand festlegt.
Die, von Andi angesprochenen, 0,25mm² sind sicher ein guter Wert, sollte man hochflexible 0,35mm² mit dünner Silikonisolierung bekommen ist das sicher noch besser, solange die Leichtgängigkeit des Leitkiels nicht darunter leidet. Eh klar, was bringt mir ein großer Querschnitt wenn sich der Leitkiel kaum noch bewegen lässt??!!!
Zum Thema Lötstelle ist folgendes zu sagen. Eine gute Lötstelle glänzt, eine schlechte ist matt.

Als Anlötclips verwende ich die Teile von alten Schleifern. Einfach abzwicken und als Anlötclip verwenden, wobei versilberte die besten elektr. Eigenschaften haben. Aber die unversilberten aus Kupfer tun's sicher auch, da ist kaum ein Unterschied.

lg
Alex
in der Ruhe liegt die Kraft

Beiträge: 877

Wohnort: Gallizien

Beruf: Technischer Angestellter

  • Nachricht senden

16

Samstag, 23. Juli 2011, 07:31

RE: Slotcar 1 x 1 - Technik - Fragen über Fragen - 1:24

Voodoo in den Motor "schütten" halte ich für weniger gut, da es sich um ein Kontaktmittel handelt und für die Lager weniger gut geeignet ist. Wir haben es früher mit den sogenannten Speeddrops probiert. Hat im Quali geholfen, der Motor hat dann aber binnen kürzester Zeit den Geist aufgegeben.
Für den Motor ist immer noch am Besten; auswaschen, ausblasen und anschliessend die Lager mit einem nicht zu dünnem Öl zu schmieren.

@Martin
Wie waren die Temperaturmessungen?

Grüsse Slotengineer

slottuner

Fortgeschrittener

Beiträge: 436

Wohnort: STMK

Beruf: Facharbeiter

  • Nachricht senden

17

Samstag, 23. Juli 2011, 13:15

Voodoo im Motor

Stimmt Andi,

Voodoo macht die Kohlen weich, diese werden viel schneller abgeschabt - mehr Schmutz am und um den Kollektor - Lebenszeit drastisch verkürzt. Motor feuert, weil der Übergangswiderstand nach kurzem Leistungshoch stark erhöht ist - Folge: der Motor wird heisser und verliert an Leistung.

SG Dieter

18

Samstag, 23. Juli 2011, 15:35

hallo

motorkabel:
fahre die Silikon 0.52mm2 und bin sehr zufrieden.
vom leitkiel bis zum motor ein querschnitt nichts herumlötet oder stückeln, jede verbindung ist ein wiederstand.

Voodoo:
wenn man voodoo verwendet muss halt die rund top sein, sonnst hilft das zeug auch nichts.

haben es gestern getestet und wie gesagt muss alles top sein dann um ein wenig schneller.

wenn man das voodoo auf den schleifer tut wird doch nicht der motor kaputt, nur wenn man es auf den kollektor gibt.

Motot:
reinige meine auch mit Kontaktspray, schön dürchspühlen und dan mit druckluft trockenblasen ölen, und wieder wie neu.

welches fett (dicker) soll ich verwenden, ich verwende das öl für die kugellager (Parma Brushing Oil #740 )

die tullner haben einen schöne tapelle mit bison motore, vorher und nach dem rennen.
seit dem reinige ich meine motore regelmässig.
und sind immer top und sehr schnell auf unserer bahn.
und mit meinem fox1 jage ich die fox II fahrer.

ich denke das wahrs.

19

Sonntag, 24. Juli 2011, 19:38

motor schmieren habe gerade gefunden:

Wo wir gleich beim Thema wären: Uwe wusste wohl, was er als Antwort bekommen wird, wenn er die Frage in die Runde wirft: "Wer schmiert seine Lager mit was...?" Erspart mir die Wiedergabe dieser Diskussion, von Feuerzeugbenzin über WD40, BlueWonder, ... wurde alles genannt, was irgendwie tropft. Uwe empfiehlt: Ab und zu einen Tropfen Nähmaschinenöl! Und die Motorgleitlager übrigens mit einem Tropfen simplem, modernem Dieselmotoröl (sehr temperaturstabil). Das einzige, was man zu den Lagern sagen muß: sie werden nur nach einem Bad in Aceton wirklich sauber sein, das ist vor dem Einbau zu beachten!

barnsi.de

20

Montag, 25. Juli 2011, 08:14

Kugellager

Zuerst einmal mag ich mich bei allen Slotern für die zahlreiche Beteiligung an diesem Thema bedanken. Sicherlich konnte schon die ein oder andere Antwort ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Aber natürlich gibt es noch eine Menge weiterer Fragen. Ich darf die neue Woche deshalb mit dem Thema "Kugellager " eröffnen.

Es werden sowohl geschlossene als auch offene Lager angeboten. Welche Vor- bzw. Nachteile gibt es dabei ?
Welche Art von Lager bevorzugt ihr ?
Haben sehr hochpreisige Lager ihre Berechtigung ?
Dürfen sehr leichtgängige Lager (die zuwenig festen Sitz im Achshalter haben) aufgeklebt werden ?
Wie pflege ich Lager am optimalsten ?

SG - Martin